Ausbildungsinformationen

Das BPI ist ein staatlich anerkanntes Aus- und Weiterbildungsinstitut, an dem Ärzte den ärztlichen Zusatztitel „Psychoanalyse und Psychotherapie“ erwerben können, Psychologen die Approbation zum „Psychologischen Psychotherapeuten“. Die Ausbildung erfolgt berufsbegleitend gemäß den Standards der deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) und der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV) in hochfrequenter Psychoanalyse, die Ausbildung in tiefenpsychologischer Psychotherapie ist in dieses Curriculum integriert.
Außerdem ist eine Ausbildung in „Sozial- und Kulturtheorie“ möglich. Genaueres dazu hier.

Sollten Sie Fragen zu den Zulassungsvoraussetzungen für Psychologen haben, können Sie sich hier über die Anforderungen des Landesamtes für Gesundheit und Soziales informieren – dieses erteilt die Approbation am Ende der Ausbildung.

Studierende der Medizin und der Psychologie haben im Rahmen eines Orientierungssemesters die Möglichkeit, theoretische Seminare zu besuchen und auf diese Weise Einblick in die Lehre und die Atmosphäre am Institut zu bekommen.

Hier finden Sie den Termin des nächsten Informationsabends zur Ausbildung.

Eine interessante Möglichkeit, mehr über die aktuelle Diskussion in der Psychoanalyse zu erfahren, bietet die jedes Jahr stattfindende Sommeruniversität der DPV in Frankfurt. Informationen dazu können Sie unter diesem Link finden.

Die Ausbildung ruht auf drei Säulen:

  • Lehranalyse (sie begleitet in der Regel die gesamte Ausbildung)
  • Praktische Ausbildung: Anamnesenerhebung, behandlungstechnische Seminare, psychoanalytische und psycho­thera­peutische Behandlungen unter Supervision
  • Theoretische Ausbildung (Seminare, Workshops, Vorlesungen, Gastvorträge, Teilnahme an deutschen, europäischen und internationalen Kongressen)
Vorlesungszimmer

Vorlesungszimmer des 1920 gegründeten „Berliner  Psychoanalytischen Instituts“

Das Herzstück der Ausbildung am BPI ist die Lehranalyse (die mindestens 750 Stunden umfassen sollte), deshalb beginnt die Ausbildung zunächst nur mit ihr. Nach etwa einem Jahr können die Ausbildungsteilnehmer an den theoretischen Seminaren und am Anamnese-Seminar teilnehmen und etwas später selbst Anamnesen erheben. Dieser Teil der Ausbildung wird mit einer Zwischenprüfung vor einem überregionalen Gremium der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung abgeschlossen.
Ist die Zwischenprüfung erfolgreich bestanden, können die Kandidaten mit Patientenbehandlungen unter engmaschiger Supervision beginnen. Wenn man damit genügend Erfahrung gesammelt hat, können Psychologen die staatliche Abschlussprüfung ablegen und approbiert werden und Ärzte die o.g. Zusatztitel bei der Ärztekammer erwerben. Außerdem kann man Mitglied in der DPV werden, indem man in einem Kolloquium auf einer der Tagungen der DPV eine hochfrequente Behandlung vorstellt.
Zu den Kosten: der größte Posten ist die eigene Analyse, die mit vier Stunden pro Woche stattfindet.
Wer noch keine eigenen Patienten behandelt, zahlt maximal 60,- € für eine Stunde, evtl. auch weniger, das kann man mit seinem Lehranalytiker aushandeln.
Sobald
die Ausbildungskandidaten selber behandeln, erhalten sie im Moment ca. 80,- € ausgezahlt (den Kassensatz abzüglich 5%, für uns entstehende Abrechnungskosten).

Weitergehende Informationen zum Verlauf der Ausbildung finden Sie hier.

Während der Ausbildung kann man die Bibliothek des Instituts benutzen. Außerdem können sowohl die Anamnesen als auch die Behandlungen in den Räumen des BPI stattfinden, so dass man vor allem zu Beginn der Ausbildung keine eigene Praxis anmieten muss. Die Miete für die Behandlungsräume ist sehr günstig, sie hängt von der Anzahl der Patienten ab, die behandelt werden.

Schwerpunkt der Ausbildung ist die Psychoanalyse in ihrem klassischen hochfrequenten Setting. Theoretisch und behandlungstechnisch stehen vor allem die Konzepte Sigmund Freuds und Melanie Kleins und deren Weiterentwicklungen durch Winnicott, Bion u.a. im Mittelpunkt. Aber auch zeitgenössische Konzepte in der postkleinianischen oder französischen Tradition oder z.B. die Theorien der Intersubjektivität haben ihren Platz in der wissenschaftlichen Diskussion und im klinischen und theoretischen Arbeiten.
Niederfrequente Behandlungstechniken und deren Indikation werden auf dem Boden der hochfrequenten Erfahrung vermittelt. Für die Gründlichkeit und Sorgfalt der Ausbildung stehen Personen ein, die als Lehranalytiker und Dozenten, als Supervisoren, Wissenschaftler und Fachautoren weitreichende Erfahrung mitbringen und sich dabei zum Teil international einen Namen gemacht haben.
Der besondere Reiz der Ausbildung am BPI besteht aber vor allem in der intensiven Teilhabe am kollegialen Austausch der Mitglieder am Institut, in der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) sowie der Europäischen (EPF) und der Internationalen Vereinigung (IPV). Neben der individuell abgestimmten Ausbildung weitet das den Blick auf andere Länder und Regionen mit ihrer psychoanalytischen Praxis und auf andere wissenschaftliche Disziplinen und Berufsgruppen.

Eine Zusatzausbildung in Kinder- und Jugendlichenanalyse ist möglich, allerdings kann man damit leider keine Behandlungserlaubnis für Kassenbehandlungen von Kindern und Jugendlichen erlangen.

Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat.